R: Paul Sonntag · Deutschland 2026
Eine Straßenecke in Berlin verändert sich: Aus einem Supermarkt wird eine Baustelle und dann ein Neubau. Regale werden eingeräumt, Wände abgerissen, Pause gemacht und Geld gezählt. Die Menschen, die hier arbeiten, lassen den Ort entstehen. Wie bestimmt der Ort ihre Arbeit? Zwischen Kühlregal, Baugerüst und Sichtbeton überlagern sich die Versionen des Ortes, wie Echos zwischen den Welten.
Fünf Jahre lang hat Paul Sonntag einen Ort vor seiner Haustür eingefangen. Der Abschlussfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg war zuletzt für den Student Award des DOK.fest München nominiert.
R: Eli Campero, Irma Christoph, Monserrat Ramirez, Daiana Flenche, Lila Odorico · Argentinien ’26 · 1 min
Ein Hündchen wartet aufgeregt darauf, dass die Gäste zu seiner Geburtstagsfeier eintreffen.
R: Silvana Roth · Großbritannien ’26 · 6 min
Als eine kreative junge Frau sich von ihrem Smartphone ablenken lässt, droht die digitale Welt die physische zu überfluten. Der Film erkundet den überwältigenden Einfluss ständiger digitaler Information als Naturgewalt.
R: Flora Treml · Österreich ’26 · 6 min
Ein Coming-of-Age-Musikvideo zu einem selbst geschriebenen Song, das sich mit den inneren Konflikten des Aufwachsens beschäftigt. Mixed-Media-Elemente und unterschiedliche visuelle Texturen machen Gefühle wie Nostalgie, Unsicherheit und Veränderung sichtbar. Dabei entsteht eine experimentelle Bildwelt zwischen Jugend und Erwachsenwerden.
R: Olaf Held, Jens Rosemann · Deutschland ’26 · 3 min
Wie lang ist der Bremsweg eines Kometen? Zwei Bauarbeiter streiten sich über Bremswege und ein Ehepaar spricht über Katastrophenfilme, in denen die Menschheit nur eine Woche zu leben hat. Immerhin.
Ein Projekt der Kinderfilmuni Babelsberg mit dem Parkclub Fürstenwalde und Jugendlichen vor Ort · Deutschland ’26 · 12 min
Eine Gruppe Jugendlicher steht vor der Herausforderung, ihren Alltag ganz ohne Elektronik zu meistern, nachdem durch eine Machtübernahme der Künstlichen Intelligenz alle Dienste ausfallen. Entstanden während eines sechstägigen Filmworkshops in den Sommerferien in Fürstenwalde.
R: Leena Machielsen, Greta Engelbrecht · Deutschland ’26 · 3 min
Zwei junge Frauen teilen ihre Perspektive, nicht nur über persönliche Lebenserfahrungen, auch über die von Frauen im Allgemeinen. Kurze Schnipsel aus der Perspektive eines Mädchenauges, begleitet von einem Text, der strukturelle Muster aufdeckt und kritisch hinterfragt – und dabei zeigt, was es heißt, ein Mädchen in dieser Welt zu sein.
Ein Projekt von TRICKMISCH, dem mobilen Sprachlabor, mit Kindern und Jugendlichen auf dem Gutshof Neuendorf im Sande · Deutschland ’26 · 15 min
18 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren gingen in einer Ferienwoche auf dem Gutshof Neuendorf im Sande der Frage nach, was sich von der Natur lernen lässt: der Lotoseffekt auf Schilfblättern, die Klettfrucht als Vorbild des Klettverschlusses, Ameisen, Federn, Fliegen. Daraus entwickelten sie in kleinen Gruppen eigene Geschichten, bauten Scherenschnitte und Hintergründe und vertonten alles selbst.
R: Emma Jenny · Frankreich ’26 · 50 sek
Ein Bär treibt seine Späße mit einem Jäger. Bei einer ganz gewöhnlichen Jagd stößt der Jäger auf ein unerwartetes Problem: Jedes Mal, wenn er sein Gewehr auf den Bären richtet, fängt das Tier plötzlich an zu tanzen.
R: Mariia Konopatova · Russland ’25 · 11 min
Yuri lebt weit im Norden, in einem Dorf nahe dem Kosmodrom. Er liebt Fantasiegeschichten und träumt von einer unglaublichen Entdeckung, die ihn berühmt machen wird. Eines Tages findet er im Wald ein UFO.
R: Anna Gronostayskaya, Linda Stockfleth · Deutschland ’26 · 13 min
Ein brutalistisches Märchen: In den kalten Fängen des Betonbüros prallt der moderne Mensch auf seine eigene Isolation. Absurde Dialoge und erzwungene Nähe prägen den grotesken Alltag, in dem die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen.
R: Andreas Grützner · Deutschland ’25 · 23 min
Wie hat sich der Umgang mit Menschen in Heil- und Pflegeanstalten von den Siebzigern bis heute verändert? Wer lebt in so einer Einrichtung, und wie erlebt es ein junger Mann, der dort in den Siebzigern zu arbeiten anfängt? Konfrontiert mit einer traumatischen Entdeckung in der eigenen Familienbiografie beginnt eine Reflexion.
R: Radoslav Kamburov · Bulgarien ’26 · 13 min
Ivan arbeitet von zu Hause aus als Klicker: Er schaut sich Online-Werbung an, um für seine Traumreise nach Hawaii zu sparen. Als ein unerwarteter Eindringling in seiner vermüllten Wohnung auftaucht, gerät sein stilles, sparsames Leben aus den Fugen.
R: Farina Mietchen · Deutschland ’25 · 20 min
Anrufe aus dem Gefängnis. Zu sehen sind jene, die auf der anderen Seite warten, hören und sprechen. Eine Suche nach neuen Vorstellungsräumen über Haft, durch einen flüchtigen Blick auf eine geteilte Gegenwart unter ungleichen Bedingungen.
R: Louis Fraser · Deutschland ’26 · 3 min
Ein Mann, der eine Pause von der Party braucht, zieht sich auf die Toilette zurück. Doch dort findet er keine Ruhe, sondern wird mit der Fragilität des Lebens konfrontiert.
R: Pauline Göttsche, Emely Göttsche · Deutschland ’26 · 8 min
Was ist Arbeit für dich? Zu Wort kommen in diesem kurzen Dokumentarfilm Studierende. Sie berichten von ihren ersten Arbeitserfahrungen und davon, was sie daraus mitgenommen haben.
R: Joscha Bürger · Deutschland ’26 · 7 min
Emma tanzt in bunkerartigen Katakomben auf einem illegalen Rave. Sie trifft auf einen amerikanischen Soldaten, der sie vor einer drohenden Gefahr warnt. Ohne weitere Erklärungen verschwindet er im Tunnelnetzwerk. Auf der Suche nach Antworten rennt sie ihm hinterher. Ihre Neugier treibt sie schließlich an die Oberfläche. Sie blickt auf eine friedliche Stadt im Morgengrauen. Dann ertönen Alarmsirenen.
R: Nico Lorenz · Deutschland ’26 · 3 min
Seit 2022 nutzt die deutsche Polizei 106 Überwachungskameras in sieben Zonen Kölns. Einen Monat lang hat der Filmemacher zurücküberwacht. Der Film ist eine performative Studie, die durch individuelle künstlerische Praxis symbolisch in die staatliche Überwachung des öffentlichen Raums eingreift. Eine Super-8-Kassette, ausschließlich mit Einzelbildern belichtet: der Akt des Zurückschießens.
R: Kriti Dale, Leo Wolters · Deutschland ’26 · 9 min
Inmitten der Uckermark lebt Lambert, ein siebzigjähriger Qigong-Lehrer, der ein selbstgewähltes Leben der Stille führt. Ein visueller Essay über Selbstversorgung als Philosophie und als alltägliche Praxis, mit einer Frage, die nachhallt: Kann ein Mensch wirklich eine Insel sein?
R: Britta Sommermeyer · Deutschland ’26 · 8 min
Erika schrieb oft Steno in ihr Notizbuch. Sie hielt sich kurz – sie war definitiv keine Schreibmaschine. Eine Familiengeschichte braucht nicht immer viele Worte. Bei Anekdoten reicht manchmal ein Wort, damit alle wissen, was gemeint ist. Erika hinterließ uns kurze Kalendereinträge, anders als die Väter in ihrer Familie, die ihre Memoiren in dicken Bänden herausbrachten.
R: Fabian Maria Schumbrutzki · Deutschland ’26 · 10 min
Im filmischen Porträt treffen die Erinnerungen des Schauspielers Werner H. Schuster auf seine Stasi-Akten. Wer konstruiert die Geschichte Werner Schusters – er selbst, die Stasi oder der Filmemacher? Seine Biografie steht zwischen zwei Systemen und lässt sich weder einer Täter- noch einer Opfererzählung zuordnen. Visuell charakterisiert der Film seinen heutigen Wohnort Berlin-Marzahn, der sich durch das verwendete 16-mm-Material der zeitlichen Einordnung entzieht.
R: Elisabeth (Betsi) Schumacher · Deutschland ’26 · 22 min
Der Film gewährt einen intimen Einblick in das Leben dreier Berliner Taxifahrer – Anna-Maria, Erdal und Matthias –, die die Geschichte der Stadt hautnah miterlebt haben. Ausgehend von Matthias, dem Vater der Regisseurin, entsteht ein persönliches Porträt, das sich weigert, Taxifahren als gescheiterte Karriere zu betrachten.
R: Yauheni Lytkin · P: Dzianis Ivanou · Belarus / Polen ’26 · 8 min
In einem ungewöhnlichen Klassenzimmer kündigt ein Lehrer eine Prüfung ohne richtige Antworten an. Die Forderung ist dennoch absolut: Jede und jeder muss die volle Punktzahl erreichen.
R: Matthias Wanka · Deutschland ’26 · 12 min
Als der Versicherungsangestellte Schulze (58) bei der Umstrukturierung seiner Firma übersehen wird, nutzt er die Gelegenheit, um die abenteuerliche Bucket List seiner Jugend im Büro umzusetzen. Dabei erkennt er, dass sich Erfüllung auch außerhalb der Arbeitswelt finden lässt.
R: Pia Deppermann · Deutschland ’26 · 6 min
Der Film begleitet die siebzehnjährige Lena, die sich mit den Vorstellungen ihres Gegenübers auseinandersetzen muss.
R: Ekaterina Reinbold · Deutschland ’26 · 20 min
Zhenya kommt mit ihrer Familie in einem Vereinshaus zusammen, um den Geburtstag ihres Großvaters zu feiern und sich ihrer Mutter anzunähern. Zwischen den Festtagsvorbereitungen verweben sich Erinnerungen verschiedener Generationen an das Leben in Kasachstan und den schwierigen Neubeginn in Deutschland.
R: Kira Bosenius · Deutschland ’26 · 25 min
Lucy ist überfordert – sie hat in Mia einen Menschen gefunden, mit dem sie sich so verbunden fühlt wie schon lange nicht mehr. Ihre Beziehung beginnt, wie so oft, auf der vertrauten Ebene einer Freundschaft, doch mit jeder Begegnung wächst in Lucy die Hoffnung, dass Mia vielleicht mehr für sie empfindet. Getrieben von der Angst vor Zurückweisung und dem Wunsch nach Klarheit, wagt Lucy schließlich den entscheidenden Schritt: Sie öffnet ihr Herz und spricht Mia an, nicht wissend, wie sehr dieses Gespräch alles verändern könnte.
R: Marie Pauline Bagh · Deutschland ’26 · 17 min
Die alleinerziehende Studentin Hanna und ihre Tochter Ida halten im chaotischen Alltag fest zusammen. Hanna jobbt nebenbei in der kleinen Taverne um die Ecke, in der sie nachts mit ihren Freund*innen abhängt. Als Ida eingeschult wird, beginnt sich etwas zu verändern. Während Hanna nach schnellen Lösungen sucht, um Alltag und Beziehung wieder ins Gleichgewicht zu bringen, erkennt sie, dass ihre Tochter auf ihre eigene Weise wächst.
R: Petra Balekić · Kroatien ’26 · 7 min
In diesem experimentellen Animationsfilm erkundet eine Frau die Schichten ihres eigenen Körpers und ihrer inneren Welt. Über eine symbolische Darstellung von Trennung und Wiederannäherung an sich selbst untersucht der Film das Wechselspiel von Härte und Zärtlichkeit in der Selbstwahrnehmung. Eine intime Reise in die Komplexität von Selbstannahme und innerer Harmonie.
R: Titouan Abraham · Deutschland ’26 · 10 min
Auf der Suche nach Spuren verschwundener Dandys in Köln. Ein offener Brief an fiktive Figuren, die sich den Kategorien ihrer Zeit entzogen haben und bis heute Anlass zum Nachdenken über Widerstand geben.
R: Olli Ott · Deutschland ’26 · 15 min
Eine Probe an einem kleinen Theater, in Mundart fürs Boulevard. Die Gräfin feiert Geburtstag und erwartet sehnsüchtig ihre Gäste. Doch statt eines geladenen erscheint ein ungebetener: ihr Kontaktbeamter, verantwortlich für den ordnungsgemäßen Ablauf ihrer Remigration. Die Probe läuft nicht rund, die Spieler*innen verstricken sich in Diskussionen, der Ton wird feindselig. Wer drängt wen in welche Rollenmuster? Und ist das, was sie darstellen, noch Dystopie oder bereits Realität?
R: Beran Ergün · Deutschland ’26 · 29 min
Zwei Kinder, ein Chihuahua, ein Boxstudiobesitzer und ein Eimer Wasserballons treffen an einer Kreuzung aufeinander. Inmitten einer Kleinstadt werfen Erdem und Yasin mit Wasserballons um sich. Als dabei ein Chihuahua getroffen wird, rennen die beiden Freunde panisch davon. Unentwegt breitet sich das Ereignis in der Gemeinschaft aus und wird immer größer. Das harmlose Gerücht schwebt durch die Kleinstadt und wird zum Porträt des Zusammenlebens.
R: Sophie Klawunde · Österreich ’26 · 29 sek
Der Film handelt von Rebellion, von Widerspruch gegen jegliche Autorität und vom Gefühl einer endlosen Wiese voll Freiheit.
R: Hoàng Quỳnh Nguyễn · Deutschland ’26 · 12 min
Wohin gehen wir eigentlich, wenn alle ihr Land zurück wollen? Mimi weiß es nicht, doch ihre Partnerin Eli begleitet sie trotzdem ins Ungewisse. Ein Film über kollektive Schuld und das, was zwischen zwei Menschen bleibt, wenn ein ganzes Land wegsieht.
R: Fabian Maria Schumbrutzki · Deutschland ’26 · 12 min
Der Film zeigt den Kosmos von Fischer an einem Nachmittag in Köln. Er spielt einen Touristen auf der Domplatte, spricht über den Führerbunker, trifft seine Schwester zum Essen. Er redet, manchmal lange, manchmal mit jemandem. Fischers Wahn spiegelt kollektive Erinnerung.
R: Samuel Chalela Puccini · Deutschland ’26 · 26 min
Zurück zu Hause kümmert sich Elise weiter um ihren Mann Gert, dessen Zustand sich nach einem Schlaganfall zunehmend verschlechtert. Zwischen Stille und abwesenden Blicken scheinen die Grenzen ihrer Beziehung als Ehepaar zu verschwimmen. Ist sie noch seine Ehefrau, wenn er sie nicht mehr als solche wahrnimmt?
R: Joscha Bürger · Deutschland ’26 · 7 min
Nico will eine alte Kamera auf Kleinanzeigen kaufen, doch der Verkäufer, Herr Mayer, scheint an dem Stück mehr zu hängen, als ihm selbst bewusst ist. Im engen Kellerabteil entwickelt sich der eigentlich banale Handel zu einem Moment der Nähe zwischen zwei Fremden. Zwischen Erinnerung und Loslassen erkennt Nico, dass manche Dinge mehr Gewicht haben, als ihr Preis vermuten lässt.
R: Lenia Friedrich · Deutschland ’26 · 13 min
Eine spiralförmige Recherche über das eigene Altern, ausgelöst durch die Konfrontation mit der Hilflosigkeit einer fast hundertjährigen, alleinlebenden Nachbarin.
R: Radheya Jang · Australien / Großbritannien ’26 · 15 min
Ein rätselhafter Mann reist in der Zeit zurück, um über die Nostalgie von Sammelkarten sein jüngeres Ich zu finden. Eine dunkle Fantasie, inspiriert von der eigenen Erfahrung mit einer Zwangsstörung: über Angst, Identität, kindliche Unschuld und die Suche nach innerer Ruhe in einer unsicheren Welt.
R: Adrien Lhoste · Frankreich ’26 · 4 min
Ein Mädchen, längst erwachsen, schreibt an ihren Großvater, den eine psychische Erkrankung gezeichnet hat. Sie sieht ihm dabei zu, wie er innerlich mit sich ringt, und fragt sich, welchen Platz die Kindheit im Leiden hat.
R: Antoine May · Frankreich ’26 · 5 min
Stéphanie ist 26 und arbeitet als Privatdetektivin. In einem Interview erzählt sie von einem Fall, der sie nicht mehr losgelassen hat. Eine Geschichte über Lachen, Liebe und Einsamkeit, inszeniert wie eine Dokumentation, die dem Leben eines vom Unglück getroffenen Mannes durch all seine Formen des Lachens folgt.
R: Manuel Rodriguez · Deutschland ’24 · 13 min
Auf der gemeinsamen Autofahrt zum Treffen mit Sebastians leiblichem Vater beginnen Sebastian und sein Adoptivvater Richard, ihre eigene Vater-Sohn-Beziehung neu zu entdecken.
R: Noah Erni · Schweiz ’26 · 16 min
Am internationalen Vegetarierkongress 1999 in Widnau, St. Gallen, kommt es zu einer folgenschweren Lebensmittelvergiftung. Als die Animationsfilmschaffenden Marion und Noah auf die Geschichte stoßen, beschließen sie, den mysteriösen Fall in einem animierten Dokumentarfilm noch einmal aufzurollen. Doch was lässt sich zwanzig Jahre später über die Wahrheit überhaupt noch herausfinden?
R: Kryštof Kindl · Tschechien ’26 · 14 min
Ein Elektriker nimmt einen Auftrag zum Steckdosentausch an – nach Monaten unbezahlter Rechnungen braucht er schnelles Geld. In der Wohnung einer jungen alleinerziehenden Mutter findet er jedoch eine illegal überbrückte Leitung. Für sie bedeutet das enorme Schulden, für ihn, dass er die Arbeit nicht beenden kann. Er steht vor der Wahl, zu gehen oder die Lage auszunutzen.
R: Luciana Vieira · Brasilien ’26 · 13 min
Filipa ist eine heimlich talentierte Jockey. Erst als sie ihren verletzten Bruder in einem seiner Rennen vertreten muss, wird sie wirklich als die wahrgenommen, die sie ist.
R: Fritz Hahn · Deutschland ’26 · 7 min
Berlin endet in Deetz, einer Mülldeponie in Brandenburg. Hier wächst ein Berg aus Bauschutt, der die Kehrseite von städtischem Wachstum und Profitgier markiert. Über 50 % des städtischen Abfalls stammen aus der Bauwirtschaft, doch statt einer echten Kreislaufwirtschaft herrscht Downcycling. Mit dem Abriss verschwinden gewachsene soziale Strukturen, Stadtgeschichte und die Biografien der Bewohner. Die Deponie Deetz wird zum Mahnmal einer Gesellschaft, die den Wert des Erhalts der Gier nach Profit opfert.
R: Richard Andreas Finger · Deutschland ’26 · 9 min
Marco und Ronny kennen sich seit ihrer Schulzeit. Trotz unterschiedlicher Lebenswege, Kindern und einer Pandemie haben sie einander nicht aus den Augen verloren. Nach langer Zeit treffen sie sich endlich wieder zu zweit. Auf dem Heimweg müssen sie an einer roten Ampel halten. Aus Vorwürfen wird schnell eine hitzige Diskussion, in der alte Wunden aufgerissen werden und neue entstehen.
R: Newroz Agnes Ayalp, Kaspar Trantenroth · Deutschland ’26 · 2 min
In naher Zukunft kann man den Körper tauschen und für kurze Zeit das Leben eines anderen leben. Doch was passiert, wenn man in einem Körper und an einem Ort aufwacht, an den man nie wollte?
R: Herrmann Zschoche · DDR 1983
Der 14-jährige Stefan Kolbe zieht mit Mutter und Schwester aus einem idyllischen Dorf ins Neubaugebiet Berlin-Marzahn, wo sein Vater als Bauarbeiter arbeitet. Zwischen fremden Menschen muss er sich zurechtfinden: Zwei Mädchen versuchen ihn zu verführen, mit dem Hausmeister gerät er aneinander, der sich vor sozial Höherstehenden beugt und nach unten tritt. Mit dem ängstlichen Hubert schließt Stefan Freundschaft und verteidigt ihn gegen die Demütigungen eines Älteren. Basierend auf dem Kinder- und Jugendbuch von Benno Pludra, für die Leinwand adaptiert von Ulrich Plenzdorf. Der DDR war der Film zu grau, zu ehrlich, zu wenig Vorzeigesozialismus, und die Presse ging auf ihn los.
Begleiten wird den Abend Sascha Freyberg, Kulturwissenschaftler und Philosoph. Er promovierte zur kritischen Dialektik in der Kulturphilosophie, unterrichtete in Berlin, Kiel, Hamburg, Bergamo und Venedig, arbeitete u. a. am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und gab zuletzt einen Band über den sowjetischen Philosophen Ewald Iljenkow mit heraus.
R: Clara Ehrhardt · Deutschland 2026
Der Film schaut zurück und nach vorn: auf Traditionen, Brüche und Neuerfindungen. Er erzählt vom Überlebenskampf in den Nachwendejahren, von der einzigartigen Rolle der jungen Welt als marxistische Tageszeitung – von Repression, Widerstand und Zukunftsentwürfen.
Clara Ehrhardt, 2003 in Dresden geboren, studiert Drehbuch und Dramaturgie an der Filmuniversität Babelsberg. Es ist ihr erster Dokumentarfilm, und sie wird beim Screening anwesend sein.
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